Panel: Geschichtsschreibung zwischen Wissenschaft und Ideologie

Schedule

Raum: F 3, EG, Fürstenberghaus
day time    
Fr 09:30-10:00 Eicher Klios Zorn? – Einige Gedanken zur Biographie des Fan Ye
Fr 10:00-10:30 Pistor-Hatam Umdeutungen und Kohärenzfiktionen in historischen Erzählungen über die Mongolenzeit (1939–2011)
Fr 10:30-11:00 break
Fr 11:00-11:30 Richter-Bernburg Potemkin in Bagdad: das »Haus der Weisheit« im Zerrspiegel von 1001 Inventions
Fr 11:30-12:00 Riecken Zeit und Zeitlichkeit in Abdallah Larouis historischer Epistemologie
Fr 12:00-12:30 Şen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: Sinnstiftung und narrative Umsetzung in der osmanischen Historiographie
Fr 12:30-13:30 lunch break
Fr 13:30-14:00 Trausch Historische Quellen für den Zeitgenossen? - Cancelled
Fr 14:00-14:30 Wien Nationale Museologie und Museen in Ägypten in der ersten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts
Fr 14:30-15:00 Wollina Europa im Nahen Osten – der Nahe Osten in Europa? Europäische Geschichte in der nationalen Geschichtsschreibung Ägyptens (1930-1960)
Fr 15:00-15:30 Zabarskaite The Past in the Present: the pre-colonial history in the narrative of identity of global Singapore - Cancelled
Fr 15:00-15:30 Föllmer Die Konstitutionelle Revolution in der iranischen Geschichtsschreibung - Changed from 15:30

Panel leader:

Anja Pistor-Hatam

Discussion moderator:

Christoph Werner et al.

Panel description:

Das Panel „Geschichtsschreibung zwischen Wissenschaft und Ideologie“ soll die Möglichkeit bieten, über regionale Grenzen hinweg der Frage nachzugehen, wie und von wem Geschichtsschreibung in verschiedenen Teilen Asiens und Afrikas geleistet wird/wurde und welchen Zweck sie erfüllt/e. Legt man die Annahme zugrunde, der Mensch sei ein story-telling animal, sollte es möglich sein, Universalia des historischen Erzählens (z. B. Sinnstiftung) in unterschiedlichen Gesellschaften und Kulturen zu finden, trotz aller Unterschiedlichkeit hinsichtlich seiner Rahmenbedingungen.

Sections:

interdisciplinary

Abstracts of the individual presentations:

Eicher, Sebastian: Klios Zorn? – Einige Gedanken zur Biographie des Fan Ye

Der Historiker Fan Ye (398-446) schrieb mit den Dokumenten der Späteren Han eines der vier großen Geschichtswerke des chinesischen Altertums. Seine eigene Biographie wurde im frühen 6. Jahrhundert von Shen Yue (502-557) zusammen gestellt und in dessen Dokumente der (Liu) Song - dem  Geschichtswerk über die entsprechende Dynastie – aufgenommen. Sie schildert uns den Mann als charakterlich schwaches und denkbar unsympathisches Ekel, das letztlich aufgrund einer Verschwörung gegen den Kaiser hingerichtet wird. Die Informationen daraus wurden von den nachfolgenden Autoren i.d.R. für bare Münze genommen und das Urteil über den Autor ist dementsprechend bis in die späte Qing Dynastie (18./19. Jahrhundert) stets sehr negativ ausgefallen. Das Interessante an dem Text ist, dass man in der Biographie zwischen den chronologisch angeordneten Stationen des Lebensweges immer wieder einzelne Topoi erkennen kann, die in der Form beispielsweise auch in den Biographien schlechter Herrscher und Usurpatoren so zu finden sind (ungewöhnliche äußere Erscheinung, sexuelle Ausschweifungen, Fehlverhalten gegenüber Eltern, Missachtung von Riten…). Dem Leser stellt sich dadurch die Frage, ob das Ziel der Biographie wirklich noch glaubwürdige Ereignisgeschichte und Tatsachenbericht war. Hat der Autor der Zeilen diese Einschübe bewusst benutzt, um ein ganz bestimmtes Licht auf die Person des Fan Ye zu werfen? Wurde hier ein Vorgänger gezielt verunglimpft? Die detaillierte Analyse der Biographie des Fan Ye soll einige Anhaltspunkte für die Klärung der Frage geben, in wie weit sich die chinesische Geschichtsschreibung allein dem reinen historischen Erkenntnisgewinn verschrieben hat. Zudem sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, welche Mittel einem Historiker zur Erreichung seiner Ziele zur Verfügung stehen.

Föllmer, Katja: Die Konstitutionelle Revolution in der iranischen Geschichtsschreibung

Die Konstitutionelle Revolution (1905-11) gilt als eines der wichtigsten Ereignisse in der zeitgenössischen iranischen Geschichte. Wie jüngst die Bewegung des „Arabischen Frühlings“ war auch die Konstitutionelle Bewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts Ausdruck des Willens bestimmter sozialer Schichten Irans zu politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Reformen. Gleichzeitig offenbarte die Revolution nicht nur Schwierigkeiten in Bezug auf die Einmischung ausländischer Mächte. Sie förderte tiefe interne Konflikte zwischen verschiedenen sozialen und religiösen Gruppen, Ethnien und Stämmen zutage. Diese führten schließlich zum Scheitern der Reformbewegung.

Die historische Deutung und Interpretation der Ereignisse offenbart eine besondere Dynamik in Bezug auf den Umgang mit den gesellschaftlichen, religiösen und kulturellen Konflikten innerhalb der Gesellschaft. Der damit verbundene Aushandlungsprozess um neue, verbindliche Werte versuchte diesen Konflikten entgegenzuwirken. Es wurde nach den Ursachen für das Scheitern sowie nach Maßnahmen gesucht, wie die stark heterogene iranische Gesellschaft vereint werden könne. Die Verfasser waren meist moderne Intellektuelle, die oft selbst politisch aktiv waren. Sie selektierten ihr Material und interpretierten die Ereignisse entsprechend ihren politischen Überzeugungen und Zielen.

Demnach besaßen iranische Geschichtswerke anfangs überwiegend populistische und propagandistische Züge, um ein modernes Bild von Iran als einer Nation zu konstruieren, die als Schicksalsgemeinschaft auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Während sich in der Pahlavi-Zeit überwiegend anti-klerikale Positionen etablierten, die der vorislamischen Geschichte einen prominenten Platz einräumten, folgte nach 1979 eine Kehrtwende mit einer islamischen Interpretation der Ereignisse.

Am Beispiel von ausgewählten Geschichtswerken über die Konstitutionelle Revolution von der Pahlavi-Zeit bis zu Beginn des 21. Jahrhunderts soll diskutiert werden, inwieweit die iranischen Autoren ihre historiographische Methode sowie ihre Rolle und Funktion als Geschichtsschreiber reflektierten. Besondere Berücksichtigung sollen die methodischen Schwierigkeiten und kontextuellen Umstände finden, mit denen sich die Autoren beim Verfassen ihres Werkes konfrontiert sahen, und welche Werte sie im Zusammenhang mit der historischen Deutung der Revolution vertraten.

Pistor-Hatam, Anja: Umdeutungen und Kohärenzfiktionen in historischen Erzählungen über die Mongolenzeit (1939–2011)

Moderne Staaten halten als sozio-kulturelle Orte eine Anzahl von Geschichten und anderen kulturellen Werkzeugen bereit, um ein kollektives Gedächtnis zu entwerfen und ihre BürgerInnen mit offiziellen Darstellungen der Vergangenheit zu versorgen. Auf diese Art und Weise wird Geschichte geschöpft, die zum „Bezugspunkt des politischen Handelns“ [G. Elwert] wird. Erst während der Regierungszeit von Reżā Šāh Pahlavī (reg. 1925–41) wurde damit begonnen, die Geschichte Irans „von den Anfängen bis in die Gegenwart“ im Sinne einer nationalen und nationalistischen Historiographie zu schreiben. Der zuvor vernachlässigten Mongolenzeit mußte nun ebenfalls Aufmerksamkeit gewidmet und sie mußte in die Nationalgeschichte Irans integriert werden. So entstand ein erster Überblick über diese Epoche, der im Jahre 1933 erschien und auf den unter Moḥammad Reżā Šāh Pahlavī (reg. 1941–1979) und vor allem seit der Etablierung der Islamischen Republik Iran im Jahre 1979 zahlreiche weitere Publikationen folgen sollten. Anhand dieser Monographien und Artikel, die in erster Linie als Materialien für den Geschichtsunterricht an höheren Schulen und dem Studium an Universitäten des Landes dienten und die daher mit Sicherheit erheblichen Einfluß auf das kollektive Gedächtnis hatten, wird der Vortrag zwei grundlegende Fragen diskutieren: Erstens stellt sich die Frage, wie sich die Geschichte der mongolischen Herrschaft in Iran in der modernen iranischen Historiographie entfaltet und welche eigene Semantik und kulturelle Form sie dabei entwickelt. Zu dieser Frage gehört unmittelbar die Analyse der in den historischen Erzählungen über die Mongolenzeit enthaltenen Kohärenzfiktionen (J. Assmann). Vor dem  Hintergrund dieser Kohärenzfiktionen sowie der Umdeutungen von Geschichte wird zweitens der Frage nachgegangen, inwiefern man nach Rüsen beim interkulturellen Vergleich von Geschichtsschreibung von der „Gleichheit im Vernunftgebrauch“ ausgehen kann.

Richter-Bernburg, Lutz: Potemkin in Bagdad: das »Haus der Weisheit« im Zerrspiegel von 1001 Inventions

Die Ausstellung sowohl wie Begleitpublikationen unter dem Titel 1001 Inventions:  The Enduring Legacy of Muslim civilization sind Lehrbuchbeispiele für Geschichtsklitterung.  Quantität und Qualität der auf Schritt und Tritt zu beobachtenden Verdrehungen lassen nur den Schluß zu, daß hier nicht einfach ein Fall naiv irregeleiteten guten Willens vorliegt, sondern vorsätzliche Täuschung. Ein derartig massiver Vorwurf bedarf sorgfältiger Begründung—welche im hier skizzier­ten Beitrag geliefert werden soll.  Anhand des  „Hauses der Weisheit“, eines zeitwei­ligen „Ressorts“ des Abbasidenhofes (ca. 180-240/800-850), wird der Nachweis geführt, wie dreiste Ignoranz gegenüber den überlieferten Zeugnissen sowie der Forschung mindestens der letzten zwei Jahrzehnte aus durchsichtigen politischen Motiven zu Geschichtsfälschung führt.  Auch wenn gegen (ältere) Forschung berechtigte Einwände erhoben werden können, ist dies keine Entschuldigung für kriminelle Fahrlässigkeit im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts.  Das „Haus der Weisheit“, das seinen Ursprung als Archiv für Weisheitsliteratur iranischer Tra­dition hatte, diente kalifaler Politik in   verschiedenen Bereichen, nicht zuletzt dem der Reli­gion.  Diesen Zweck spiegeln auch die (sehr wenigen) in den spärlichen Quellen überlieferten einschlägigen Stellenbesetzungen.  Kein noch so winziges Zeugnis kann auch nur annähe­rungs­weise Behauptungen stützen, nach denen es sich um eine „Akademie der Wissenschaf­ten“ mit mehrsprachigem Personal gehandelt habe – zu schweigen von anderen, noch abstru­seren Phantasmagorien. Die irreführende Darstellung des „Hauses der Weisheit“ durch die Autoren von 1001 Inventions ist keine Kleinigkeit; als triumphaler Beginn eines angeblichen „goldenen Zeital­ters“ von sieben Jahrhunderten ist es symbolisch aufgeladen.  Umso dringender ist die Auf­gabe, es so gewissenhaft und historisch getreu wie möglich auf seine realen Dimensionen zurückzuführen.

Riecken, Nils: Zeit und Zeitlichkeit in Abdallah Larouis historischer Epistemologie

Der marokkanische Historiker Abdallah Laroui hat sich aus einer universalistischen Perspektive sowohl mit arabischer muslimischer als auch europäischer Geschichtsschreibung sowie dem Verhältnis zwischen vormoderner und moderner Historiographie auseinandergesetzt. Damit zusammenhängend hat er eine Epistemologie der Geschichte entwickelt, die verschiedene Geschichts-, Zeit- und Wahrheitsbegriffe herausarbeitet. Er analysiert unter anderem, wie Geschichte im jeweiligen methodischen Rahmen von fiqh und hadith unterschiedlich gedacht worden ist, wobei er diese Opposition wiederum in universalhistorischer Perspektive einordnet. So formuliert er eine Antwort auf die Frage, die Peter Burke im Band von Rüsen aufwirft, und zwar nach dem Zusammenhang von Geschichte, Theologie und Recht. Weiter gibt es Parallelen zwischen Larouis Diskussion des Begriffs der Geschichte und multipler Zeitlichkeiten zu Reinhart Kosellecks Ansatz. Schließlich ist Larouis Perspektive ein Beitrag zur Diskussion, wie sich historische Differenz begrifflich fassen lässt. Larouis universalistisches Geschichtsdenken steht im engen Zusammenhang mit seiner explizit nationalistisch motivierten Antwort auf die Erfahrung der Hegemonie der westlichen Moderne. Aus dieser Perspektive hat er dementsprechend auch über die Geschichte Marokkos und des Maghrebs geschrieben.

Şen, Gül: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: Sinnstiftung und narrative Umsetzung in der osmanischen Historiographie

In dem Beitrag geht es um die sinnstiftende Funktion der offiziellen Geschichtsschreibung am Beispiel einer osmanischen Hofchronik.

In seiner Funktion als erster Hofchronist verfasste Muṣṭafā Naʿīmā (gest. 1716) sein bis Geschichtswerk Ta’rīḫ-i Naʿīmā, das den Zeitraum vom 1591 bis 1659 behandelt. In diesem Zeitraum vollzogen sich im Osmanischen Reich bedeutende politische und institutionelle Veränderungen vollzogen, weshalb das Werk zum Verständnis dieser Epoche eine wichtige Quelle darstellt.

Da Texte in einem kulturellen Kontext entstehen und dabei Narrationen der jeweiligen kulturellen und erzählerischen Tradition übernehmen, stellt sich jedoch jenseits der Schilderung historischer Fakten die Frage, welche Funktion dieser Text innerhalb der damaligen osmanischen Gesellschaft hatte. Diese soziale Funktion des Textes, und somit  über ihren Quellenwert über die historischen Fakten hinaus, bilden den inhaltlichen Schwerpunkt dieses Vortrags.  Es wird dabei die These vertreten, dass der offiziell beauftragte Chronist Naʿīmā nicht nur geschichtliche Tatsachen berichtete sondern diese sinnstiftend erarbeitete, um vor allem eine geschichtliche Kontinuität zu gewährleisten.

Des Weiteren wird in diesem Vortrag gefragt, welche Erzähltechniken der Geschichtsschreiber in seiner streng annalistisch verfassen Chronik im Rahmen eines bestimmten historischen Denkens angewandt hat. Das historische Denken des Autors und die historische Sinnstiftung in dieser Hofchronik sollen dabei mit Hilfe narratologischer Ansätze beleuchtet werden.

Wien, Peter: Nationale Museologie und Museen in Ägypten in der ersten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts

Das moderne Museum ist ein Produkt des 19. Jahrhunderts. In den europäischen Nationalstaaten halfen Museen den nationalen Gemeinschaften, sich historisch zu verorten, um ein “master narrative” des eigenen Ursprungs zu entwickeln. In Integrations- und Abgrenzungsprozessen vermittelten Museen auf anschauliche Weise, wie die kulturellen und biologischen Ursprünge der eigenen Gemeinschaft definiert werden konnten (in Kunstmuseen, Naturkundemuseen, Antikensammlungen und volkskundlichen Heimatmuseen), und wo der Bereich des Anderen und Fremden begann, das durch Erforschung, Klassifizierung und Fixierung in der Ausstellung als beherrschbar präsentiert wurde (zum Beispiel in Völkerkundemuseen). Solche “master-narratives” wurden jedoch nicht nur in den europäischen Metropolen des Imperialismus entworfen. Der Konflikt um Deutungshoheit und kulturelle Hegemonie wurde auch in den Zentren der kolonialen Welt ausgetragen, wie zum Beispiel in Kairo. Der Vortrag stellt anhand des Beispiels der Gründung des Museums für Ägyptische Zivilisation 1949 in Kairo dar, wie der Konflikt um lokale Kontrolle über das nationale Erbe gegenüber dem imperialen Anspruch ausgetragen wurde, dass die antike ägyptische Zivilisation eher Teil der europäischen als der arabisch-ägyptischen Identität sei. Gleichzeitig zeigen Dokumente aus dem Ägyptischen Nationalarchiv, dass auch die lokalen Eliten Deutungshoheit für sich beanspruchten und eine Version der nationalen Geschichte propagierten, die die Legitimität der späten ägyptischen Monarchie bestätigte und ein imperiales ägyptisches Selbstbild zeichnete.

Wollina, Torsten: Europa im Nahen Osten – der Nahe Osten in Europa? Europäische Geschichte in der nationalen Geschichtsschreibung Ägyptens (1930-1960)

In den Geschichtsschulbüchern Ägyptens spielt Europa seit der Unabhängigkeit (1919) eine große Rolle. Angesichts der geographischen Nähe, wirtschaftlichen Verflechtung und der kolonialen Vergangenheit Ägyptens verwundert dies nicht. Aber wie konstituiert sich dieses „Europa“? Wird es als etwas eigenes oder etwas fremdes gezeichnet, etwas abzulehnendes oder etwas nachzuahmendes? Wie viel Raum wird Europa in den ägyptischen Schulbüchern gewidmet? Fragen der gegenseitigen Wahrnehmung wurden bisher sowohl aus der europäischen als auch aus der arabischen Perspektive vor allem am Beispiel der Kreuzzüge untersucht. Weitaus weniger wurde bisher zu der Behandlung der Neueren Geschichte in arabischen Schulbüchern geforscht. Die vorliegende Studie bemüht sich um die Schließung dieser Lücke am Beispiel eines Ereignisses, das lange als eine „Zeitenwende“1 in der Region galt: die Napoleonischen Expedition nach Ägypten (1798-1801). Die Behandlung dieses „Schlüsselereignisses“ wurde in 16 Schulbüchern für die Sekundarstufe II aus den Jahren 1936 bis 1957 untersucht. Über das Ereignis hinaus soll paradigmatisch analysiert werden, wie es historisch eingebettet wurde. Mit mehr oder weniger Emphase gilt es den Schulbüchern als Beginn der modernen ägyptischen Geschichte. Die Aussage, dass die Ägypter die französische Kultur schneller als andere Araber erlernten, spricht da Bände.