Größter Deutscher Orientalistentag zu Ende gegangen

Der bislang größte Deutsche Orientalistentag (DOT) ist am Freitagabend an der Uni Münster zu Ende gegangen. Die Veranstalter zogen eine positive Bilanz des einwöchigen Kongresses mit 1.300 Orientforschern aus aller Welt. Sie hatten in 900 Vorträgen und 80 Panels Forschungsergebnisse über Länder, Sprachen und Kulturen in Asien, Afrika und der arabischen Welt ausgetauscht. Der nächste Orientalistentag soll 2017 in Jena stattfinden, wie die Versammlung der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (DMG) in Münster beschloss.

„Arabische Welt will keinen Staat ohne Religion“

In arabischen Ländern lässt sich eine konsequente Trennung von Religion und Staat nach wissenschaftlicher Einschätzung zurzeit nicht durchsetzen. Das säkulare Prinzip werde weithin abgelehnt, längst nicht nur von islamistischen Kräften, sagte die Berliner Islamwissenschaftlerin Prof. Dr. Gudrun Krämer am Montagabend beim Deutschen Orientalistentag (DOT) an der Uni Münster. Wer sich in Ländern des Arabischen Frühlings oder in Iran für Säkularität als Weg zur gesellschaftlichen Befriedung einsetze, finde bislang keine Mehrheit.

Größter Deutscher Orientalistentag in Münster eröffnet

Rund 1.300 Orientforscher aus aller Welt sind am Montag zum größten Deutschen Orientalistentag (DOT) an die Uni Münster gekommen. Sie tauschen eine Woche lang Untersuchungsergebnisse über Länder und Kulturen in Asien, Afrika und der arabischen Welt aus.

Eröffnungsprogramm

Die Eröffnung des 32. Deutschen Orientalistentages wird um 10:00 Uhr (s. t.) in der Aula des Schlosses stattfinden, das Programm können Sie hier einsehen.

Informationen für Vortragende verfügbar

Für den Fall, dass unsere Rund-E-Mail Sie nicht erreicht haben sollte, haben wir die wichtigsten Informationen für Vortragende hier veröffentlicht.

Panel “Neueste Forschungen und Aspekte der Lackkunst Asiens und der islamischen Welt” fehlt im gedruckten Programmheft

Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass das Panel “Neueste Forschungen und Aspekte der Lackkunst Asiens und der islamischen Welt” (Sektion Kunst und Archäologie) im gedruckten Programmheft fehlt. Es findet zu den im Online-Zeitplan aufgeführten Zeiten wie geplant statt. Wir bedauern diesen Fehler sehr.

„Industriezone Kaesong wird in Nordkorea wenig verändern“

Trotz minimaler Öffnungen in Nordkorea wie der Wiedereröffnung der Industriezone Kaesong am Montag bestehen nach wissenschaftlicher Einschätzung kaum Chancen auf Verbesserung der „katastrophalen Menschenrechtslage“ unter Staatschef Kim Jong-Un. „Zwar sickern durch Handys, Radios und DVDs inzwischen vom Regime unbemerkt Auslandsinfos ins Land, die der Staatspropaganda widersprechen. Auch das gemeinsame Industriegebiet von Nord- und Südkorea in Kaesong wird mehr Auslandskontakte mit sich bringen. Doch das verbessert die Menschenrechtslage nicht“, erläutert die Bonner Koreanistin Dr. Sang-Yi O-Rauch, die Forschungsergebnisse zur Lage in Nordkorea auf dem 32. Deutschen Orientalistentags (DOT) präsentiert.

Das Orientbild in der abendländischen Musik – Einladung zu Kunst und Kultur beim größten Deutschen Orientalistentag in Münster

Musik und Kunst beim 32. Deutschen Orientalistentag in Münster: Die Veranstalter laden zu einem Konzert mit Bariton Benjamin Appl am 24. September im Erbdrostenhof ein, der das Orientbild in der abendländischen Musik in Liedern von Schubert bis Ravel musikalisch nachzeichnet. Die Fotoausstellung „Framing Muslims“ wird ungewohnte Blickwinkel auf den Islam werfen.

Panel “The Rentier State Approach and the Arab Spring: Demise or Renaissance of an Old Concept” fehlt im gedruckten Programmheft

Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass das Panel “The Rentier State Approach and the Arab Spring: Demise or Renaissance of an Old Concept” (Sektion Politik, Wirtschaft und Gesellschaft) im gedruckten Programmheft fehlt. Es findet zu den im Online-Zeitplan aufgeführten Zeiten wie geplant statt. Wir bedauern diesen Fehler sehr.

Programmheft im pdf-Format

Das gedruckte Programmheft kann nun auch als pdf-Dokument heruntergeladen werden. Bitte beachten Sie, dass Änderungen seit Redaktionsschluss nicht enthalten sind. Sie finden diese in den Online-Zeitplänen sowie demnächst in einer gesonderten Übersicht.